Wir haben das Glück, dass unsere Kinder sehr schöne Kleider zum „Nachtragen“ bekommen. Bei unserem Junior geht das relativ locker über die Bühne, Mami legt die Kleider bereit, Sohn zieht sie an. Ab und zu ergänze ich mit selbst genähten Kleidern, wie zum Beispiel diese Jeans. Etwas anders sieht es mit unserem Midi-Töchti aus. Sie ist jetzt in der Phase, da die Jeans so eng sein müssen, wie eine zweite Haut. Alles andere geht gar nicht. Da ich gehört habe, dass es bei anderen Müttern/Girls zu Hause auch so tönt, habe ich euch eine „Nähanleitung Hosen enger nähen“ geschrieben.

 

Nähanleitung „Hosen enger nähen“

 

 

Zuerst wird ein Hosenbein auf die gewünschte Weite gesteckt. 

 

 

 

Die Hose vorsichtig ausziehen, damit möglichst alle Stecknadeln drin bleiben. Die Hose auf links drehen. Alle zusammen gesteckten Stellen mit Kreide markieren. Die Stecknadeln aus der Hose ziehen. Der untere Saum teilweise auftrennen (jeweils ca. 2 cm über die neue Nahtlinie hinaus).

 

 

Die Hose so hinlegen, dass die Seitennaht genau auf der Seite liegt. Die markierten Stellen miteinander zu einer Linie verbinden, eventuell muss man die Linie etwas ausgleichen. Mit der Nähmaschine auf dieser Linie eine provisorische Naht (längste Stichlänge verwenden) nähen. Die Hose unbedingt anprobieren. Falls das Hosenbein passt, kann die Naht mit einem normalen Stich noch einmal genäht werden. 

 

Die beiden Hosenbeine werden genau aufeinander gelegt (das geänderte Hosenbein liegt oben) und auf der neuen Nahtlinie zusammengesteckt. Anschliessend wird die Hose umgedreht (das unveränderte Hosenbein liegt oben). Die Stecknadeln dienen als Markierung für das zweite Hosenbein. Diese wieder mit Kreide markieren und zu einer Linie verbinden. Die Stecknadeln entfernen und die neue Naht auf dieser Linie nähen.

 

 

Überstehende Nahtzugaben können auf ca. 1 cm zurückgeschnitten werden. Die Nahtzugaben auseinander bügeln ( die Naht wird flacher) und anschliessend mit Zickzack oder Overlock zusammen versäubern. Den unteren Saum wieder nähen.

 

Falls irgendwo ein Loch oder ein Fleck zu verbergen ist oder ganz einfach die Hose ein wenig aufgepeppt werden soll, kann man das gut mit einer Freihandstickerei machen. In diesem Fall empfehle ich nach dem Markieren der Nahtlinie zuerst die Naht aufzutrennen. Jetzt ist es möglich das Hosenbein flach hinzulegen, was das Freihandsticken bedeutend einfacher macht.

 

 

Die junge Dame ist zufrieden mit der Hosenweite, allerdings findet sie sie jetzt ein bisschen zu lang…

Ich hoffe, euch mit dieser Nähanleitung ein bisschen zu unterstützen, falls eure Töchter sich über die Hosenweite beschweren sollten…

Herzlichst 


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