Wilde Karde / 

Dipsacus fullonum

Die wilde Karde gehört zu der Familie der Kardengewächse.

Die wilde Karde kam vor circa 7 Jahren, als einzelnes kleines Pflänzchen von einem Wildpflanzenmarkt, in unseren Garten. Seither verbreitet sie sich die stachelige Pflanze mit ihren markanten Blütenständen sehr, sehr gerne in unserem naturnahen Garten. 

Im März schneide ich die Blütenstände des letzten Jahres zurück und stecke sie in den Asthaufen oder stelle sie zusammengebunden in einen Topf. Sie werden so sehr gerne von Insekten als Nistplatz aufgesucht.

Ungefähr im Juli beginnt die Blütezeit und zahlreiche Hummeln und Schmetterlinge, allen voran der Distelfalter besuchen fleissig die Blüten der wilden Karde. Ihr botanischer Name Dipsacus fullonum ist auf das griechische Wort ‚dipsa‘ zu Deutsch ‚Durst‘ zurückzuführen. Denn nach Regen sammelt sich das Wasser in den Trichtern der Blätter. Es ist für Vögel und Wanderer eine Möglichkeit den Durst zu löschen. 

 

Im Herbst wird die wilde Karde oft vom Distelfink besucht. Er pickt sich die Samen aus den Blütenständen. Das ist auch der Grund warum ich auch im Gemüsebeet immer zwei, drei wilde Karden stehen lasse. Da ich von meinem Küchenfenster aus eine gute Sicht auf den Gemüsegarten habe, kann ich so hin und wieder einen Distelfink beobachten.

 

Im ersten Jahr bildet die wilde Karde „nur“  ihre Blattrosette, diese sieht fast aus wie die Blätter einer Primel, nur sind die Kardenblätter  mit kleinen Stacheln bestückt.  Im darauffolgenden Jahr spriesst ein Stängel aus der Rosette. Auch er hat bis zu fünf Millimeter lange Stacheln und trägt die aufrechten Blütenstände. Die Pflanze kann bis zu zwei Meter hoch werden. 

Da sich die wilde Karde sehr gerne ausbreitet, bleiben bei mir immer viele davon übrig um sie zu verschenken. Wenn es mir an einem Ecken dann doch einmal zu viel hat von ihnen, lasse ich sie als „Platzhalter“ und „Bodenbedecker“ stehen, bis ich ein anderes Pflänzchen für diese Stelle gefunden habe.